Shag
Der Shag ist ein Swing-Tanz aus den 1930er- und 1940er-Jahren, basierend auf frühen Formen des Foxtrot. Heutzutage wird der Shag wieder von Swing-Tanz-Anhängern studiert und getanzt, oft in Kombination mit anderen Swing-Tänzen wie Lindy Hop und Balboa. Charakteristisch für Shag (genauer gesagt Double-Time Collegiate »Shag«) ist der Rhythmus slow - slow - quick - quick (auf 6 Taktschläge), wobei oftmals in sehr enger Paartanzhaltung getanzt wird. Dabei bleibt der Oberkörper weitgehend ruhig, die Führungshand wird meist nach oben oder unten gestreckt (nicht wie im »klassischen« Gesellschaftstanz zur Seite), während die Beine schnelle und zum Teil ausladende Bewegungen durchführen. Man muss unterscheiden zwischen Collegiate Shag, Carolina Shag sowie St. Louis Shag (verwandt mit dem Charleston) denn diese variieren erheblich und haben fast nur den Namen (vermutlich aus demselben Slang-Ausdruck entstanden), die Zeit und die Musik (Swing) gemeinsam.

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Balboa
Balboa ist ein Paartanz, der erstmals in den 1930er- und 1940er-Jahren in Mode war und sich auch heutzutage wieder einiger Beliebtheit erfreut; so ist er auf vielen Swing- und Boogie-Camps fester Bestandteil im Programm. Ursprünglich wurde Balboa in meist 8 Zählzeiten (8-Count) in geschlossener Tanzhaltung getanzt und war durch trickreiche Fußarbeit gekennzeichnet. Balboa ist vor allem ideal bei voller Tanzfläche und macht Tanzen auf schnelle Musik besonders leicht, funktioniert aber auch bei langsameren Tempi. Bereichert um Drehungen und offene Figuren, wie bei Boogie und Swing, wird Balboa zum Bal-Swing und besonders abwechslungsreich.

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Lindy Hop
Lindy Hop ist ein Tanzstil, den Charleston, Break-Away, Step-Tanz, andere Jazz-Tänze, traditionelle westafrikanische, aber auch europäische Tänze prägten. Als Gesellschaftstanz wird er vor allem zu zweit getanzt, wobei der Spaß an der Harmonie, dem Austausch von Bewegungsideen während des Tanzes und an der Musikinterpretation im Vordergrund steht. Der Tanz entstand in den 1930er-Jahren in den großen Ballsälen New Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swing-Tanz-Musik weiterentwickelten. Eine besondere Bedeutung kommt dem größten, dem Savoy Ballroom in Harlem zu. Er war für alle Bevölkerungsschichten und Hautfarben offen, ein Schmelztiegel verschiedenster Tanzkulturen, in dem sich der Lindy Hop zu einer besonderen Attraktion entwickelte. Er zog Prominenz und High Society ins Savoy, was ihm über Harlem hinaus Beachtung verschaffte. Der Tanz wurde von den Whitey’s Lindy Hoppers, einer Showtruppe, verbreitet, die ihren Tanz-Stil in den 1930er- und 1940er-Jahren auf den Bühnen in den USA, Europa und Australien popularisierte. Frankie Manning war lange Zeit tänzerischer Kopf der Truppe. Er entwickelte unter anderem die ersten »Aerials« (mit der Musik synchronisierte, nahtlos in den Tanz eingestreute Paar-Akrobatiken).

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Boogie Woogie
Es handelt sich beim Boogie Woogie um einen Vorläufer des Rock ’n’ Roll. Seinerseits stammt er vom Swing ab, dessen Wurzeln in den Musikkneipen der US-amerikanischen Schwarzen-Ghettos der 20er-Jahre liegen. In einem dieser Etablissements, dem New York Savoy Ballroom im Herzen Harlems, wurde mit dem Swing erstmals ein Paartanz kreiert, der nicht auf vorgeschriebenen Schrittfolgen basierte, sondern allein von der Improvisation der Tänzer und Tänzerinnen lebte. Der Tanz schien geradezu revolutionär: (Fast) alles war erlaubt – Hauptsache, die Paare bewegten sich im Takt der Musik. So konnte sich beim Swingtanz die spielerische Bewegungsfantasie der Schwarzen mit typisch weißen Tanzelementen vermischen.

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